Der mit RAM und Co. gewachsene Importeur AEC bringt die Marke Hongqi in Deutschland an den Start.
Neustart mit Kehrtwende: Nachdem die 2024 begonnene Markteinführung der chinesischen Premium-Marke Hongqi über den Importeur Hedin Automotive mit sehr geringen Absatzzahlen im Sande verlaufen ist, kümmert sich jetzt das Unternehmen AEC um Import und Vertrieb der Fahrzeuge in Deutschland. Anstelle von Plug-in Hybriden und Elektroautos, die auch beim großen Auftritt von Hongqi auf der Messe IAA Mobility im September 2025 gezeigt wurden, rollen jetzt im ersten Schritt Benziner an den Start.
Zwei Benziner-SUV zum Start
AEC ist bislang vor allem als Importeur und Vertriebspartner von amerikanischen Fahrzeugen, u.a. der Marken RAM und Dodge, in Erscheinung getreten. Für Hongqi plant AEC den Aufbau eines Händlernetzes, das sich auch um den Service kümmern wird. Aktuell ist man in Gesprächen mit Partnern in München, Frankfurt am Main, Berlin, Hamburg, Köln, Stuttgart und Düsseldorf. In einem ersten Schritt kümmert sich der Importeur um die Homologation der Modelle und die Festlegung von finalen Spezifikationen bei Technik und Ausstattung.
Zum Start werden zwei Benziner-SUV im Angebot sein. Der Hongqi HS3 ist 4,66 Meter lang, 1,90 Meter breit und 1,67 Meter hoch. Alle vier Räder werden über einen Zweiliter-Vierzylinder-Turbo mit 185 kW / 252 PS angetrieben, dessen maximales Drehmoment von 380 Newtonmetern eine Achtstufen-Automatik verwaltet. Den Kraftstoffverbrauch gibt der Hersteller mit 8,6 l/100 km an. Zur Serienausstattung werden elektrisch verstellbare Sitze mit Heizung, Lüftung und Massagefunktion gehören, außerdem ein Panorama-Glasdach.
Im Hongqi HS5 steckt der identische Motor, auch hier ist Allradantrieb serienmäßig. Im schwereren und größeren Modell (4,79 Meter lang, 1,91 Meter breit und 1,70 Meter hoch) klettert der Verbrauch nach WLTP-Norm auf 11,0 l/100 km. Preise für HS3 und HS5 sind noch nicht bekannt. Nach dem Start der beiden Benziner sollen schnell weitere Baureihen als Plug-in Hybride und Elektroautos nach Programm erweitern.
Die Marke Hongqi gehört zum Staatskonzern FAW (First Automotive Works), dem älteren Autohersteller Chinas. Der Name Hongqi, übersetzt „rote Flagge“ zierte früher die offizielle Staatslimousine der chinesischen Regierung, aus der in den letzten Jahren eine Premium-Marke gestrickt wurde. FAW ist auch Partner westlicher Hersteller, beispielsweise von Volkswagen. In Deutschland werden aktuell drei Modelle der FAW-Marke Bestune über das Händlernetz von Importeur Indimo Automotive vertrieben.
Fazit
Importeur AEC bringt die chinesische Marke Hongqi in Deutschland an den (Neu-)Start. Im ersten Schritt sollen zwei SUV mit Benzinmotor und Allradantrieb verkauft werden, Plug-in Hybride und Elektroautos folgen. Für Hongqi wird ein Händler- und Servicenetz aufgebaut, starten will AEC mit Standorten in Großstädten.
Ein anderes FAW-Produkt im Video: Bestune B70