Lancia Gamma (2026)

Lancia Gamma (2026) Italienischer 3008, auch als HF Integrale

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Der neue Lancia Gamma kommt als Mild-Hybrid und elektrisch auf bekannter Konzern-Basis

Im Rahmen der Paris Motor Show (Mondial de l´Auto) feiert die Marke Lancia die Premiere ihres zweiten neuen Modells nach dem Ypsilon. Der Lancia Gamma ist ein kompaktes SUV, bei dem sich die italiensiche Marke kräftig im Konzern-Regal bedient.

Topmodell HF Integrale

Die technische Basis für den Lancia Gamma stellt die STLA-Medium-Plattform, doch das ist noch nicht alles. Schon auf den ersten Blick erinnert der Gamma stark an den Peugeot 3008 , der eine sehr ähnliche Silhouette aufweist. Mit einer Länge von 4,67 Metern ist der Plattformbruder der italienischen Marke aber rund 13 Zentimeter länger (Peugeot 3008: 4,54 Meter). Ob die Controller im Kontern die Designer zur Nutzung einer in großen Teilen identischen Rohkarosserie überredet haben, bleibt unbekannt. Charakteristisch für die neuen Modelle der Marke Lancia sind die schmalen LED-Streifen mit vertikalem Element an beiden Enden der Karosserie.

Die Antriebstechnologie des Lancia Gamma ist bekannt. Im Basismodell Hybrid 145 wird ein 1,2 Liter großer Dreizylinder-Benziner mit einem Elektromotor im Gehäuse des Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebes kombiniert. Außerdem gibt es drei Elektro-Varianten. Mit 73,7 kWh großem Akku kommt der Frontmotor auf 169 kW (230 PS), im Boost auf bis zu 191 kW (260 PS). Die Reichweite nach WLTP-Norm liegt bei 543 Kilometern. Darüber rangier ein Modell mit Frontantrieb und 180 kW (245 PS) bzw. 206 kW (280 PS) und 97,2 kWh großem Akku für bis zu 741 Kilometer Radius. Das Topmodell der Baureihe nutzt, erstmals seit dem Ende des Delta, die Zusatzbezeichnung HF Integrale. Sein Zwei-Motoren-Allradantrieb kommt auf eine Systemleistng von 257 kW (350 PS) bzw. 276 kW (375 PS) und 509 Newtonmeter Drehmoment. In 5,1 Sekunden geht es aus dem Stand auf 100 km/h. Auch hier steckt die 97,2 kWh große Batterie im Fahrzeugboden, die Reichweite liegt bei 676 Kilometern. Der Lancia Gamma HF Integrale hat ein Fahrwerk mit adaptiver Dämpferregelung.

Das Cockpit serviert ein sehr breites Infotainment-Display, ähnlich zu den Baureihen N°7 und N°8 der französischen Konzern-Schwester DS Automobiles. Sie wird, wie Lancia auch, in der neuen Stellantis-Strategie ihre Rolle neu definieren müssen. DA Automobiles wird (wieder) an Citroën angedockt, Lancia an Fiat. Für Wohnlichkeit im Cockpit des Lancia Gamma soll die mit Mikrofaser-Material bespannte Smartphone-Ablabe in der Mittelkonsole in Form eines runden Beistelltisches sorgen.

Der Name Gamma wurde von Lancia bereits im Zeitraum 1796 bis 1984 für ein Mittelklassemodell mit Fließheck-Karosserie genutzt, außerdem gab es ein Coupé. Nach nur 22.000 Exemplaren endete die Produktion, als Nachfolger wurde der Lancia Thema präsentiert. Ob und wann Lancia, jetzt als Zwei-Modellmarke mit dem Kleinwagen Ypsilon und dem neuen Gamma, auch wieder in Deutschland eingeführt wird, bleibt weiterhin unklar. Gebaut wird das SUV künftig im italienischen Werk Melfi, wo auch DS N°7 und N°8 vom Band laufen.

Fazit

Das Cockpit des Lancia Gamma mit breitem Display im DS-Stil.

Der neue Lancia Gamme ist ein SUV-Coupé mit Fließheck-Karosserie, das trotz markentypischer Elemente eine starke Ähnlichkeit zum Peugeot 3008 aufweist. Beide nutzen die STLA-Medium-Plattform, die auch die Antriebsvielfalt definiert. Neben dem Mildhybrid-Benziner mit 145 PS Systemleistung gibt es den Lancia Gamma auch als Elektroauto, ein Plug-in Hybrid ist nicht geplant. Für das Topmodell wird die legendäre Bezeichnung HF Integrale ausgepackt. Sie steht für die Allrad-Elektroversion mit bis zu 276 kW (375 PS) Systemleistung.

Plattform-Bruder aus dem gleichen Werk: DS N°7

Text: Bernd Conrad
Bilder: Hersteller