Ende 2026 kommt der Skoda Octavia als Hybrid in zwei Leistungsstufen auf den Markt.
Skoda elektrifiziert den Octavia. Auf einen Plug-in Hybrid, der vor allem für Fahrer von Firmenwagenfahrern interessant wäre, müssen Interessenten zwar weiter warten, in Kürze steht aber ein Vollhybrid-Antrieb zur Wahl. Der elektrifizierte Antrieb ohne Stecker wird aktuell von der Konzernmutter Volkswagen in Golf und T-Roc eingeführt. Auch im Skoda Octavia werden zwei Leistungsstufen zur Wahl stehen: 100 kW / 136 PS oder 125 kW / 170 PS. Der Antrieb besteht in beiden Fällen aus einem Elektromotoren-Duo und einem Vierzylinder-Benziner.
Wie funktioniert der Hybrid-Antrieb?
Der primär für den Vortrieb zuständige E-Motor hat eine Leistung von bis zu 125 kW (170 PS), die zweite Maschine arbeitet als Generator und leistet maximal 110 kW (150 PS). Dazu kommt der 1,5 Liter große TSI-Benziner, im Basismodell mit 96 kW / 130 PS und in der leistungsstärkeren Hybrid-Variante mit 110 kW / 150 PS. Der NMC-Akku (Nickel-Mangan-Kobalt) speichert bis zu 1,6 kWh Strom. Er wird unterwegs beim Bremsen und durch die Rekuperation von Energie aufgeladen. Die Software hält den Ladestand der Batterie stets im Bereich zwischen 40 und 90 Prozent, um jederzeit Energie abrufen zu können. Je nach Geschwindigkeit und Leistungsabruf arbeitet der Antrieb im seriellen Hybrid-Modus, bei dem der Benziner als Kraftwerk an Bord arbeitet und nicht direkt auf die Räder wirkt oder im parallelen Modus. Dann werden der TSI (1.5 TSI Evo2) und der Elektromotor gemeinsam für den Antrieb der Vorderräder genutzt. Das ist beispielsweise beim gleichmäßigen Fahren mit Geschwindigkeiten über 60 km/h der Fall, da das Zusammenspiel der Komponenten dann die effizienteste Art und Weise ist. Der Benzintank hat 40 Liter Volumen. Angaben zum Norm-Verbrauch des Octavia Hybrid macht Skoda noch nicht.
Das Kofferraumvolumen reduziert sich aufgrund der Hybrid-Batterie, die unter den Rücksitzen eingebaut wird und die Position des Tanks verändert, bei der Octavia Limousine auf 460 bis 1.400 Liter, beim Combi (der bei den Tschechen traditionell mit „C“ geschrieben wird) auf 485 bis 1.540 Liter. Beim Platzangebot für die Passagiere in der zweiten Reihe gibt es keine Unterschiede zwischen den neuen Hybriden und den bekannten Varianten.
Äußerlich gibt sich der neue Antrieb am Hybrid-Schriftzug auf der Heckklappe zu erkennen. Beide Leistungsstufen wird es als Limousine und Combi in den Ausstattungslinien Selection und Sportline geben. Noch in diesem Monat sollen Bestellungen möglich sein, die ersten Exemplare des Octavia Hybrid will Skoda ab Dezember 2026 ausliefern. Informationen zu den Preisen liegen noch nicht vor. Wenn man von einem ähnlichen Preisabstand zwischen dem Mildhybrid-TSI und dem neuen Hybrid ausgeht wie bei der Schwestermarke VW, dann dürfte der Skoda Octavia Selection Hybrid mit 100 kW (136 PS) ab rund 38.200 Euro zu haben sein. Das Combi-Heck kostet 700 Euro Aufpreis.
Fazit
Der Skoda Octavia Hybrid erweitert das Modellprogramm des Bestsellers um einen elektrifizierten Antrieb in zwei Leistungsstufen mit 136 und 170 PS Systemleistung. Auf einen Plug-in Hybrid mit größerem Akku und externer Auflade-Möglichkeit müssen Octavia-Interessenten aber weiterhin warten. Wir rechnen damit, dass die Produktstrategen hier im Laufe des Jahres 2027 nachlegen werden, die Technik liegt im Konzernregal bereit – und wird auch für die Skoda-Baureihen Superb sowie Kodiaq genutzt.
Im Video: VW T-Roc Hybrid