Indimo Automotive hat bereits 250 Händler für BAIC, BAW 212, Foton und andere Marken.
Die Vielzahl neuer Marken und Modelle, die vornehmlich aus China in diesen Zeiten bei uns an den Start gehen, wirft berechtigte Fragen auf. Wo finden Kaufinteressenten den nächsten Händler für eine Probefahrt? Wie dicht ist das Servicenetz für Reparaturarbeiten und Wartungen? Und sind Ersatzteile verfügbar? An diesen Punkten sind in den letzten Jahren einige Autofahrer verzweifelt und ganze Marken gescheitert. Vom einst branchenweit propagierten Modell des Direktvertriebs über eine Website und Partnerschaften mit Niederlassungen freier Werkstattketten sind die meisten Marken wieder abgerückt.
Alles aus einer Hand
Auch heutzutage ist der direkte Kontakt der Kunden zu ihrem Händler und der Werkstatt wichtig. Eine Strategie, auf die der Importeur Indimo Automotive, der sich auf den Vertrieb von Fahrzeugen aus China spezialisiert hat, von Anfang an setzt. Mittlerweile ist das Unternehmen zu einem „Hidden Champion“ herangewachsen. Offizielle Absatzzahlen der von Indimo importierten Marken und Modelle in Deutschland gibt es zwar nicht (da die Statistik des KBA diese unter „sonstige“ listet), man dürfte aber viele kleinere Marken aus Europa und Asien längst hinter sich gelassen haben.
Die Relevanz des Geschäftsmodells mit BAIC, BAW 212, Bestune, DFM Forthing, DFSK und Foton zeigt sich auch am Interesse von Händlern. Das Netz umfasst nicht nur freie Werkstätten, die sich mit dem Neuwagenvertrieb ein zweites Standbein aufbauen, sondern vermehrt auch etablierte Autohändler, bei denen die chinesischen Marken neben anderen Marken mit in den Schauraum kommen oder diese ersetzen.
Die Indimo-Vertragshändler können unter den vom Importeur angebotenen Marken das für den eigenen Standort und die Kundenstruktur optimierte Angebot wählen. Kein Händler muss also alle Marken im Portfolio führen. Der Auftritt wird mit den wachsenden Verkaufszahlen zunehmend professionalisiert, jedoch sind die nötigen Investments für Markenlogos, OBD-Stecker und Vorführwagen weitaus geringer als bei etablierten Herstellern. Der Fokus liegt klar im Vertrieb und auf dem Service, weniger auf dem Bodenbelag oder dem Schreibtisch im Autohaus. Ersatzteile für alle Marken und Modelle kommen aus einem Zentrallager in Thüringen, außerdem setzt der Importeur auf eigene Strukturen in China zur Sicherstellung einer zügigen Ersatzteilversorgung. Für das Angebot von Finanzierungs- und Leasingmöglichkeiten arbeitet Indimo Automotive mit den Spezialisten von Creditplus zusammen.
Meilenstein erreicht
Das Netz umfasst mittlerweile 250 sogenannte „Vollhändler“, also Autohäuser für die Beratung, den Verkauf und den Service der Fahrzeuge. Dazu kommen 36 weitere Servicestandorte, in denen Werkstattleistungen für Garantiearbeiten, Wartungen und Reparaturen an den Autos angeboten werden. Insgesamt sind es also 286 Anlaufstellen.
„250 Vollhändler sind für uns weit mehr als eine runde Zahl“, sagt Uwe Jablonski, Geschäftsführer der Indimo Automotive GmbH. „Dieser Meilenstein zeigt, dass wir in Deutschland über eine belastbare und gewachsene Struktur im Automobilhandel verfügen.“ Eine Struktur, die auch bei Autoherstellern in Fernost auf Interesse stößt, die nach Deutschland und in weitere europäische Märkte expandieren möchten. Sie können etablierte Prozesse nutzen und haben somit einen direkten Zugang zu Händlern und Kunden.
Auf dem erreichten Erfolg will sich das Unternehmen nicht ausruhen. Das Modellangebot wird regelmäßig aktualisiert und erweitert, zuletzt beispielsweise mit den Pick-ups des Nutzfahrzeugherstellers Foton und mit Plug-in Hybriden von DFM Forthing. Auch die Offroad-Marke 212 des Herstellers BAW (Beijing Automotive Works) ist Teil des Indimo-Portfolios. Auch das Händlernetz wächst weiter, zuletzt beispielsweise mit dem Autohaus Richter in Hardtheim (Baden-Württemberg und dem Autohaus Bauer in Ottobrunn bei München.
Bei der Auswahl neuer Partner setzt Indimo auf eine Partnerschaft auf Augenhöhe. Thomas Schelsky, Member of the Executive Board und Director of Development der Indimo Automotive GmbH, fasst das wie folgt zusammen: „Wir wollen unser Händlernetz weiterentwickeln, aber nicht um jeden Preis. Entscheidend sind die Leistungsfähigkeit der Betriebe, eine sinnvolle regionale Abdeckung und die Bereitschaft zu einer langfristigen Zusammenarbeit. Das Wachstum des Netzes muss mit der Qualität der Betreuung Schritt halten.“ Bis Ende 2026 sollen 280 Händler die von Indimo importierten Fahrzeuge verkaufen. Perspektivisch können sich die Strategen ein markenübergreifendes Netz von 350 Standorten vorstellen.
Fazit
Der auf Autos aus China spezialisierte Importeur Indimo Automotive hat sich um wichtigen Player auf dem deutschen Automarkt entwickelt. Bei Vertrieb und Service wird auf ein Netz von Vertragshändlern und -werkstätten gesetzt, zudem wird die Ersatzteilversorgung mit einem zentralen Lager in Thüringen gesichert. 250 Händler und 36 weitere Service-Stützpunkte sind aktuell die Anlaufstellen für Interessenten und Kunden. Für die Zukunft plant Indimo Automotive, letzte Lücken im Netz zu schließen.
Premiere im September
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Im Video: BAW 212 Pick-up