Nissan Kicks 2027

Nissan Kicks 2027 Neuer Kompakt-Hybrid für Europa

2:28 Min.

Der Nissan Kicks e-Power wird in England gebaut und kommt 2027 zu den Händlern.

Die japanische Marke Nissan stärkt ihre Position auf dem europäischen Markt mit der Ausweitung der Modellpalette. Als legitimer Nachfolger des aktuellen Juke kommt der kompakte Crossover Kicks ins Programm, der als vierte Baureihe für Europa im britischen Werk Sunderland produziert wird.

Im Jahr 2016 wurde der Nissan Kicks erstmals in Brasilien vorgestellt, seit 2024 gibt es die aktuelle zweite Modellgeneratio, die in Südamerika, den USA und auch in asiatischen Ländern vertrieben wird. Bisher hat Nissan in siebzig Ländern, eigenen Angaben zufolge, mehr als 1,8 Millionen Kicks verkauft. Aktuell wird der Fünftürer in Japan, in Mexiko und in Brasilien produziert.

Serieller Hybrid

In Europa wird es den Nissan Kicks, wohl ab 2027, mit dem „e-Power“ genannten seriellen Hybridantrieb geben. Hierbei arbeitet der Verbrenner an Bord stets als Kraftwerk, um über einen Generator Strom für den Elektromotor zu erzeugen. Letzterer treibt die Räder an. Aktuell gibt es den Nissan Qashqai und den größeren X-Trail als e-Power-Modelle. Die technischen Daten des elektrifizierten Antriebsstrangs für den Nissan Kicks wurden noch nicht genannt.

Mit dem Start der Kicks-Produktion werden in Sunderland vier Baureihen produziert. Im britischen Nissan-Werk laufen der Qashqai, der elektrische Leaf und auch der ebenfalls 2027 startende neue Juke mit Elektroantrieb vom Band. Für die Ausweitung der Montage auf den Kicks investieren die Japaner 170 Millionen Pfund. Im Jahr 1986 begann der Autobau in der Fabrik im Nordosten Großbritanniens mit der Mittelklasse-Limousine Nissan Bluebird. Seitdem haben, über mehrere Modellreihen hinweg, 12 Millionen Autos die dortigen Hallen verlassen.

Mit dem Nissan Kicks wird eine Lücke im Angebot geschlossen, die der kommende Modellwechsel beim Juke hinterlassen hätte. Der Nachfolger des Crossovers im B-Segment wird es nur noch mit Elektroantrieb geben. Verbrenner-Kunden sollen künftig also zum Kicks greifen und nicht zur Konkurrenz abwandern. Preise sind noch nicht bekannt, wir rechnen mit einem Einstieg bei rund 27.000 Euro.

Fazit

Nissan bringt den international erfolgreichen und etablierten Kicks auch nach Europa. Mit dem Hybrid-Crossover im Kleinwagensegment wollen die Japaner, auch nach dem Ende des aktuellen Juke, gegen erfolgreiche Mitbewerber wie VW T-Cross, Toyota Yaris Cross und Renault Captur bestehen. Die Produktion des neuen Modells startet im britischen Sunderland.

Im Video: Werksbesuch Nissan-Fabrik Sunderland

Text: Bernd Conrad
Bilder: Hersteller, B. Conrad (1)