Der VW ID.3 Neo startet im Sommer. Updates gibt es auch für ID.4, ID.5 und ID.7.
Der VW ID.3 bekommt in diesem Jahr ein umfangreiches Facelift mit technischem Update. Die Änderungen veranlassen die Wolfsburger dazu, ihrem Kompakten einen neuen Zusatznamen zu geben. Künftig heißt die Baureihe VW ID.3 Neo.
Ein neues Gesicht
Erste Skizzen zeigen das aufgefrischte Design. Die Front mit flacheren Scheinwerfern und einem angedeuteten Grill mit durchgehender LED-Leiste (wohl in Verbindung mit optionalen IQ.Light-Scheinwerfer) verleiht dem ID.3 Neo ein klassischeres VW-Gesicht und lässt ihn als großen Bruder des ID. Polo auftreten. Die Hecklappe wird im Bereich unterhalb der Scheibe beim überarbeiteten Modell in Wagenfarbe lackiert.
Wie der engverwandte Konzernbruder Cupra Born dürfte auch der VW ID.3 das neue Cockpit mit 10,25 Zoll großem Fahrer-Display unter einer Hutze und ein Multifunktionslenkrad mit physischen Tasten und Drehwalzen anstelle der Touch-Felder bekommen. Beim Infotainment-System setzt der Konzern auf Googles Android-Architektur für das Betriebssystem. „Innovision“ nennt VW die neu Infotainment-Generation, die auch einen App Store zum Kauf und Download von Programmen beinhaltet. Vorinstallierte Sonderausstattungen kann man, gegen Gebühr, zeitlich begrenzt oder dauerhaft freischalten. Das Smartphone oder die Smartwatch des Fahrers kann als digitaler Fahrzeugschlüssel genutzt werden.
Über Schaltwippen am Lenkrad lässt sich die Energie-Rekuperation mehrstufig einstellen, bis hin zur One-Pedal-Funktion für das Anhalten ohne Betätigung des Bremspedals. Außerdem wird das Fahrassistenz-Programm Travel Assist überarbeitet und um eine Ampel-Erkennung erweitert.
Ein Blick auf die Daten des bereits vorgestellten Cupra Born Facelift gibt Aufschluss auf die Antriebsvielfalt. Mit 58 kWh großem LFP-Akku (Lithium-Eisenphosphat) dürfte der Heckmotor auch im VW ID.3 Neo 140 kW (190 PS) leisten, mit 79 kWh sind es 170 kW (231 PS). Ein Basismodell dürfte mit 50 kWh großer Batterie und 125 kW (170 PS) Leistung kommen, der sportliche ID.3-Ablager (bisher unter dem Namen ID.3 GTX im Programm) auf 240 kW (326 PS). Mittels Vehicle-to-Load (V2L) lassen sich externe Verbraucher, zum Beispiel ein E-Bike, mit 3,6 kW Leistung laden.
Das neue Infotainment-System, der digitale Schlüssel und der überarbeitete Travel Assist sind ab sofort auch für die größeren Modellreihen ID.4, ID.5 und ID.7 bestellbar. Das Kompakt-SUV ID.4 dürfte im Herbst in neuer Form an den Start rollen, mutmaßlich unter dem Namen ID. Tiguan, bekommt aber schon jetzt das digitale Update. VW ID.4 und ID.5 Pure haben jetzt ebenfalls den LFP-Akku mit 58 kWh und die 140 kW starke Elektromaschine (APP350) an Bord.
Der VW ID.3 Neo feiert seine Weltpremiere im April, wohl im Sommer dürfte der Kompakte dann an Händler und erste Kunden ausgeliefert werden. Fun Fact am Rande: „Neo“ war bereits ein Arbeitstitel bei der Entwicklung des ID.3 und wurde 2019 auch als möglicher Modellname von Medien ins Spiel gebracht.
Fazit
Der VW ID.3 wird umfassend überarbeitet und heißt künftig ID.3 Neo. Vor allem die Front zeigt deutliche Änderungen im Vergleich zum aktuellen Modell, wie erste offizielle Skizzen zeigen. Das neue Cockpit wurde im Konzern-Schwestermodell Cupra Born bereits vorgestellt. Das neue Innovision-Infotainment-System und weitere digitale Updates ist ab sofort auch für ID.4, ID.5 und den ID.7 bestellbar. Die SUV-Modelle ID.4/ ID.5 haben in der Basisversion Pure jetzt einen 58 kWh großen LFP-Akku an Bord, der Heckmotor leistet 140 kW (190 PS).
Im Video: Cupra Born Facelift