Cupra Leon VZ 2026

Cupra Leon VZ 2026 Mehr Leistung für den Showdown

3:25 Min.

Der Cupra Leon VZ bekommt eine Leistungsspritze auf 325 PS, dazu fährt das TCR-Sondermodell vor.

Cupra, die selbsternannte „Challenger Brand“ im Volkswagen-Konzern, nimmt auch Herausforderungen von Schwestermarken an. Der Cupra Leon, in den stärker motorisierten Varianten mit dem Namenszusatz VZ (Veloz, span. für Geschwindigkeit) ein ambitionierter „Hot Hatch“ bekommt einen Leistungsnachschlag.

Leistung wie der Jubiläums-GTI

Der 2.0 TSI – Benziner leistet im fünftürigen Cupra Leon VZ mit Frontantrieb ab sofort 239 kW / 325 PS und damit 25 Pferdestärken mehr als bisher. Das maximale Drehmoment steigt um 20 auf 420 Newtonmeter. Fans leistungsstarker Kompaktwagen erkennen: Damit schließt der Cupra Leon VZ zum VW Golf Edition 50 auf, der ebenfalls den auf 325 PS leistungsgesteigerten Zweiliter-Turbomotor mit dem internen Kürzel EA888 unter der Haube hat. Das DSG-Doppelkupplungsgetriebe mit sieben Vorwärtsgängen zählt auch künftig zur Serienausstattung. Aus dem Stand spurtet der Cupra Leon VZ ab 2026 in 5,4 Sekunden auf 100 km/h – immerhin 0,3 Sekunden fixer als aktuell. Bei 270 km/h, anstelle von Tempo 250, wird der Vorwärtsdrang eingebremst. Die elektronisch gesteuerte Differenzialsperre an der Vorderachse sorgt dafür, dass die Räder die Kraft ohne Zicken auf die Straße bringen. Die vier Endrohre der Abgasanlage sind kupferfarben ausgeführt. Für starke Verzögerung sorgt die serienmäßige Akebono-Bremsanlage.

Damit noch nicht genug: Leicht zeitversetzt folgt mit dem Cupra Leon VZ TCR ein Sondermodell auf Basis der 325-PS-Variante, die dem Rennsportengagement der Marke in der gleichnamigen Tourenwagenserie huldigt. Die Akebono-Bremsanlage mit Sechskolben-Bremssätteln hinter 245 Millimeter breiten Reifen wird bei der Sonderserie zur Ausstattung gehören. Außerdem trägt der Spanier zusätzliche Luftleitelemente an den Stoßfängern vorne wie hinten, breitere Seitenschweller und einen geänderten Dachspoiler. Dazu gibt es spezielle Leichtmetallfelgen, ein schwarzes Logo an der Front und schwarze Dekor-Linien an den Flanken. Das DCC-Fahrwerk mit adaptiven Dämpfern und die Progressivlenkung übernimmt der Cupra Leon TCR vom Serienmodell. Fahrer und Beifahrer werden von Schalensitzen umschlossen und mit Vierpunkt-Gurten gesichert. Herausnehmbare Rücksitze und eine Domstrebe bringen den Leon VZ TCR näher ans Rennauto.

Die Auflage des Sondermodells, das wohl ab Sommer zu haben sein wird, ist weltweit auf 499 Exemplare limitiert. Auch beim Leon VZ mit 325 PS spricht die Marke von einer limitierten Auflage. Zuerst war von 1.500 Fahrzeugen die Rede, jetzt heißt es, dass die VZ-Modelle des fünftürigen Leon "nur wenige Monate lang erhältlich" sein werden. Im Vergleich zum bisherigen VZ mit 300 PS steigt der Preis, inklusive der stärkeren Bremsen, um 1.300 Euro. Den Leon VZ gibt es ab 50.585 Euro, das Extreme-Modell ab 59.325 Euro. Außerdem stehen auch weiterhin die beiden Sonderserien Black Edition (ab 51.585 Euro) und Tribe Edition (ab 52.985 Euro) in Preisliste und Konfigurator.

Unverändert im Angebot bleibt der Kombi Cupra Leon Sportstourer VZ , der in höchster Ausbaustufe auf 333 PS kommt und mit Allradantrieb zusätzliche Traktion bietet.

Fazit

Das Sondermodell lehnt sich an das TCR-Wettbewerbsfahrzeug an.

Finale für den stärksten Benziner? Der Cupra Leon VZ mit Frontantrieb erstarkt von 300 auf 325 PS und damit auf den Wert des VW Golf GTI Edition 50. Die Spanier bieten den leistungsgesteigerten Leon VZ in verschiedenen Ausstattung für wenige Monate an, dann ist wohl Schluss mit dem starken Fronttriebler. Dazu kommen 499 Exemplare der Sonderserie Cupra Leon VZ TCR mit Aerodynamik-Bauteilen, Akebono-Bremsanlage und herausnehmbarer Rücksitzanlage für mehr Racing-Flair.

Im Video: Langzeit-Test Cupra Leon Sportstourer VZ

Text: Bernd Conrad
Bilder: Hersteller (4), Bernd Conrad (4)