Kompakter Kombi mit 604 Liter großem Kofferraum startet in diesem Jahr.
Der Neuheiten-Kalender von Kia bleibt gut gefüllt. Kurz nach der Europa-Premiere des Kia K4 zeigt sich jetzt die Kombi-Version K4 Sportswagon. Erste offizielle Bilder erlauben den Blick auf einen eleganten Lademeister. Die charakteristische Heckleuchten-Struktur übernimmt der Kombi vom kürzeren K4. Der Scheibenwischer wurde dezent unter dem Dachspoiler platziert.
Mit einer Länge von 4.695 Millimetern ist der Kia K4 Sportswagon um 29,5 Zentimeter länger als der Fünftürer. Der Radstand bleibt mit 2,72 Metern unverändert. Der Zuwachs kommt dem hinteren Überhang und damit dem Ladeabteil zugute. Bis zu 604 Liter fast der Kofferraum des K4 Sportswagon bis zur Fensterlinie, bei umgeklappter Lehne der Rücksitzbank stehen bis zu 1.439 Liter Volumen bereit. Die Varianten mit Mildhybrid-Benziner haben, aufgrund des Akkus, ein auf 482 bis 1.317 Liter reduziertes Ladeabteil. Zum Vergleich: Der Fünftürer schluckt 438 bis 1.217 bzw. 328 bis 1.107 Liter.
Das Design des Kia K4 Sportswagon entspricht bis zu den hinteren Türen dem des fünftürigen Hatchback-Modells. Die dann ansteigende Gürtellinie erinnert an den einstigen Kia Optima Sportswagon. Wie dieser wurde auch der neue Kombi vornehmlich für den Verkauf auf europäischen Märkten entwickelt.
Der Innenraum mit zwei jeweils 12,3 Zoll großen Displays und einem dazwischen platzierten Touchscreen mit 5,3 Zoll Bildschirmdiagonale für Klimafunktionen ist aus anderen Kia-Modellen und dem kompakten K4 bekannt. Smartphone-Inhalte via Apple CarPlay und Android Auto können kabellos integriert werden. Das Platzangebot dürfte auf dem großzügigen Niveau des Fünftürers liegen (siehe Video mit Sitzprobe am Ende dieses Artikels).
Das Motorenprogramm des Kia K4 umfasst einen 1.0 T-GDI als Dreizylinder-Benziner mit 85 kW / 115 PS. Er ist mit manuellem Sechsgang-Schaltgetriebe oder als 48V-Mildhybrid mit Siebengang-Doppelkupplungstriebe zu haben. Letzteres ist bei den beiden aufgeladenen Vierzylinder-Versionen serienmäßig. Der 1.6 T-GDI kommt mit 110 kW / 150 PS und mit 132 kW / 180 PS. Beides sind reine Verbrenner ohne Mildhybrid-System. Im Verlauf des Jahres 2026 soll für den Kia K4 auch ein Vollhybrid-Antrieb vorgestellt und eingeführt werden.
Wie der Fünftürer wird auch der Kia K4 Sportswagon in Mexiko produziert und von dort nach Europa geliefert. Wann genau der Kombi bei den deutschen Händlern stehen wird, ist aktuell noch nicht bekannt. Wir rechnen mit einem Marktstart im Sommer 2026, rund ein halbes Jahr nach dem Hatchback. Dieser kostet ab 29.990 Euro. Der Sportswagon dürfte ab rund 32.500 Euro zu haben sein.
Fazit
Kia bringt mit dem K4 Sportswagon einen knapp 4,70 Meter langen Kombi als Benziner und später als Hybrid. Das neue Modell dürfte in der Kompakt- und Mittelklasse wildern und auch Menschen ansprechen, die sich sonst für einen Skoda Octavia Combi entscheiden.
Im Video: Kia K4 Sitzprobe