DFM Forthing 7

DFM Forthing 7 Oberklasse-Format zum Kompakt-Preis

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Der DFM Forthing 7 startet als Elektroauto mit Range Extender bei uns für unter 38.000 Euro.

Auf der Messe IAA Mobility in München feiert die chinesische Marke DFM Forthing die Europa-Premiere einer Mittelklasselimousine. Der Forthing 7 kommt als Elektroauto mit Range Extender (REEV), also als serieller Plug-in Hybrid auf den Markt. Er teilt sich die technische Grundlage mit dem Nissan N7, der in China bereits sehr erfolgreich ist. Dongfeng Motors und Nissan sind Joint-Venture-Partner. Der Zusammenarbeit entspringen auch andere Modelle wie der Pick-up DFM Rich 6 .

Langes Heck mit großer Klappe

Der Forthing 7 ist 4,94 Meter lang, 1,92 Meter breit und 1,50 Meter hoch. Die klar gezeichnete Karosserie zeigt ein modernes Design mit spitzer Front, vertikalen LED für das Tagfahrlicht und ein durchgehendes Leuchtenband am Heck. Im Gegensatz zu vielen Mitbewerbern hat der Chinese eine große Heckklappe. Darunter wartet ein 467 Liter großer Kofferraum auf Gepäck, der auf 1.500 Liter erweitert werden kann. Schade: Die Lehne der Rücksitzbank lässt sich nur am Stück nach vorne klappen.

Über Türen mit rahmenlosen Seitenscheiben wird der Innenraum geentert. Die Cockpitgestaltung entspricht dem Layout der meisten aktuellen E-Autos aus Asien mit hoher Mittelkonsole, flachem Armaturenbrett und großem Touchscreen-Display. Das Infotainment-Angebot umfasst auch die Integration von Smartphone-Inhalten via Apple CarPlay und Android Auto.

Für Vortrieb sorgt ein hinten montierter Elektromotor mit bis zu 154 kW (209 PS), der ein Drehmoment von 310 Newtonmetern bereitstellt. Der 28,4 kWh große Akku soll eine Reichweite von 130 Kilometern ermöglichen. Spätestens dann muss geladen werden. Die Leistung über den Typ-2-Stecker liegt bei 6,6 kW über eine Phase. Aufgrund der Schieflastverordnung in Deutschland bedeutet das 4,6 kW. Auch schnelleres Laden über den CCS-Anschluss ist möglich. Der Werksangabe zufolge kann man den Akkustand in 30 Minuten von 30 auf 80 Prozent „SoC“ (State of Charge, Ladestand) hieven. Wenn man das nicht tut, springt der 1,5 Liter große Benziner mit 74 kW (100 PS) an. Als Generator versorgt er den Akku mit Strom. Ein direkter Kraftschluss vom Benziner zu den Rädern findet nicht statt, dafür ist stets die E-Maschine zuständig. Bei entladener Batterie soll der DFM Forthing 7 5,3 Liter Benziner auf 100 Kilometer verbrauchen.

Die Serienausstattung umfasst elektrisch verstellbare und beheizbare Vordersitze, ein Panorama-Glasdach (ohne Öffnungsfunktion), das Infotainmentsystem mit 14,6 Zoll großem Display und eine 360-Grad-Kamerarundumsicht. Die Fahrassistenz umfasst eine Totwinkel-Überwachung, Spurhaltefunktion und eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage.

Rund 220 Händler umfasst das Netz des Importeurs Indimo Automotive. Dort kann man den DFM Forthing 7 zum Preis von 37.995 Euro kaufen . Die Autohäuser kümmern sich dann auch um Wartung und Reperaturen, in Thüringen steht ein zentrales Ersatzteillager. Fünf Lackfarben stehen zur Wahl. Jedes Auto verlässt den Hof mit einer Neuwagengarantie für den Zeitraum von drei Jahren ohne Kilometerbegrenzung.

Fazit

DIe Cockpitgestaltung entspricht dem aktuellen Trend bei chinesischen Elektroautos.

Große Elektro-Limousine mit Range Extender zum Schnäppchenpreis. Der DFM Forthing 7 startet in Deutschland zum Preis von 37.995 Euro. Dafür bekommt man anderswo einen ordentlich ausgestatteten Kompakten, aber keine Limousine im Fünf-Meter-Format. Die ersten Autos rollen parallel zur Premiere auf der IAA Mobility zu den deutschen Händlern.

Text: Bernd Conrad
Bilder: André Marr