Subaru E-Outback 2026

Subaru E-Outback 2026 Sechs-Sterne-Flaggschiff

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Der neue Subaru E-Outback im ersten Check mit Sitzprobe.

Subaru schreitet bei der Elektrifizierung der Modellpalette in großen Schritten voran. In diesem Jahr kommen drei neue Baureihen zu den Händlern, die sich aber die technische Basis teilen. Im Frühsommer wird der Marktstart des kompakten Subaru Uncharted und des umfangreich überarbeiteten Solterra gefeiert. Im zweiten Halbjahr kommt der E-Outback in die Verkaufsräume der Autohäuser, deren Fassade das blaue Subaru-Logo mit den sechs Sternen (die sichtbaren Himmelskörper aus dem Sternenbild der Plejaden) prangt.

Auch er entspringt einer Kooperation mit Toyota, gilt unter den drei Elektro-Subarus aber am ehesten als Original – der große Offroad-Kombi wurde von Subaru entwickelt und wird, auch als Toyota bZ4X, dort gebaut. Uncharted und Solterra nutzen die gleiche Plattform, ihre Pendants bei Toyota heißen C-HR+ bzw. bZ4X.

Premiere in Brüssel

2025 wurde der größte Subaru in den USA mit der Modellbezeichnung Trailseeker vorgestellt, er soll dort parallel zum neuen Outback mit Benziner angeboten werden. Die Produktion des bei uns noch aktuellen Subaru Outback 2.5i mit 169 PS starkem Vierzylinder-Boxermotor ist in Japan bereits ausgelaufen, Importeur und Händler hatten sich aber noch mit einer ausreichenden Menge von Fahrzeugen für den Verkauf im Jahr 2026 eingedeckt. Auf der Brüssel Motor Show hat der Subaru E-Outback, wie die Europa-Version des Trailseeker heißt, ein überraschendes Debut gefeiert.

Vorderwagen und auch das Cockpit mit den weit oben platzierten Instrumenten und dem großen Infotainment-Touchscreen entsprechen dem Solterra . Unsere erste Sitzprobe zeigt: Fahrer und Beifahrer freuen sich über viel Platz und bequeme Sitzmöbel. Auch im Fond gibt es eine mehr als üppige Kniefreiheit. Große Passagiere müssen, aufgrund des Batteriepakets im Fahrzeugboden, die Beine aber stärker als gewollt anwinkeln.

Kleiner Bruder im Video: Subaru Uncharted

Die Karosserie mit höherem Dach und solider Reling streckt sich beim E-Outback auf 4,85 Meter. Er ist 16 Zentimeter länger als der bekannte Verbrenner-Outback. Hinter der elektrischen Heckklappe wartet ein 609 Liter großer Kofferraum auf Gepäck. Die geteilte Lehne der Rücksitzbank lässt sich, federvorgespannt über Hebel in der Seitenverkleidung, nach vorne klappen.

Wie der Solterra fährt der neue E-Outback serienmäßig mit Allradantrieb vor. Das X-Mode-System zur Steuerung von Kraft und Leistung im Gelände lässt sich über eine Taste in der Mittelkonsole bedienen, außerdem helfen 21 Zentimeter Bodenfreiheit beim Vorankommen abseits der Straße. Der Akku hat eine Speicherkapazität von 74,7 kWh, genug für eine Reichweite von rund 450 Kilometern. Geladen wird über den Typ-2-Stecker mit elf, oder optional mit 22 kW, über drei Phasen. Am Schnelllader werden bis zu 150 kW erreicht.

Im Vergleich zum Solterra mit 252 kW (343 PS) wird der Zweimotoren-Antrieb des E-Outback deutlich stärker. An jeder Achse steckt eine Maschine mit 167 kW. Die Daten-Anzeige für den Subaru E-Outback auf der Messe in Brüssel addiert diesen Wert auf 334 kW (454 PS). Eine Überraschung, da Toyota den bZ4X Touring in der Allradversion mit einer Systemleistung von 280 kW (380 PS) angekündigt hat. Preise für den deutschen Markt stehen noch nicht fest. Wir vermuten einen Einstieg in den E-Outback bei rund 55.000 Euro, womit der Elektriker deutlich teurer wird als der Outback mit Boxermotor, der aktuell bei 46.690 Euro startet.

Vor dem Start der kommenden Generation erlauben wir uns noch einen kurzen Bilck zurück: Die Geschichte des Subaru Outback beginnt im Jahr 1995, als der hochgelegte Offroad-Kombi das Legacy-Programm erweitert. Damit haben die Japaner das Segment der halbwegs geländetauglichen Kombis begründet. Zwei Jahre später kommt Volvo mit dem V70 Cross Country (später XC70), dann folgen Audi (A6 Allroad) und Mercedes-Benz (All-Terrain).

Fazit

Viel Platz im Subaru E-Outback, das Cockpit entspricht dem des Solterra.

Subaru elektrifiziert sein Flaggschiff. Im Sommer kommt der neue E-Outback auf den Markt. Wir konnten den Elektro-SUV-Kombi bereits ansehen und zur Sitzprobe starten. Der Vorgänger mit 2,5 Liter großem Boxermotor läuft im Laufe des Jahres aus, der in den USA bereits vorgestellte neue Verbrenner-Outback kommt nicht nach Europa.

Nach dem kompakten Uncharted und dem umfangreich überarbeiteten Solterra ist der E-Outback das dritte neue Elektroauto der Marke Subaru in diesem Jahr. Alle drei teilen sich die technische Basis – auch mit Modellen von Kooperationspartner Toyota. Der erst 2025 neu aufgelegte Subaru Forester sowie die kompakteren Modelle Impreza und Crosstrek, jeweils von einem mild hybridisierten Zweiliter-Boxermotor mit 136 PS angetrieben, bleiben im Programm.

Text: Bernd Conrad
Bilder: Hersteller, Matthias Gill, Bernd Conrad